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Hoch hinauf und runter nach Oslo

Ein Blick gegen den Himmel verriet, dass die Meteo-App leider Recht behalten sollte: ein Regentag ☔️ 🌧 brach über uns herein. Zwar waren die ersten Stunden noch ok, aber dann meinte es Thor nicht gut mit uns und liess uns seinen Zorn spüren.


Lasst uns aber die Geschichte beginnen, da wo uns der nordische Gott Baldur noch die Schönheit Norwegens schenkte.


Von der 257 Nordwestwärts begaben wir uns zur 51 wo wir nach rund 15km zum Ridderspranget.

Der Legende nach jagte einst ein wütender Troll einer jungen Frau durch das Tal. Als sie vor der tiefen Schlucht des Ridderspranget stand, schien ihr Fluchtweg beendet. In ihrer Verzweiflung setzte sie zu einem gewaltigen Sprung über die tosenden Wassermassen an und erreichte das andere Ufer. Der Troll versuchte ihr zu folgen, stürzte jedoch in die Schlucht und wurde vom Fluss mitgerissen. Seitdem trägt dieser spektakuläre Ort den Namen „Ridderspranget“ – der Rittersprung.

Gewisse Leute gehen für ein Selfie bis an Ihre Grenzen
Gewisse Leute gehen für ein Selfie bis an Ihre Grenzen
...und es dann irgendwie doch nicht wirkt.
...und es dann irgendwie doch nicht wirkt.

Nach unserem Halt am Ridderspranget führte uns die Strasse entlang des Randes des Jotunheimen weiter hinauf zum Valdresflye auf 1'389 m ü. M. Jotunheimen bedeutet übersetzt „Heim der Riesen“ und gilt in der nordischen Mythologie als die Heimat der Jötnar, der mächtigen Riesen, welche einst mit den Göttern um die Vorherrschaft der Welt kämpften.


Je höher wir kamen, desto rauer wurde das Wetter. Dunkle Wolken zogen über die Hochebene, Regen peitschte gegen die Windschutzscheibe und Nebelschwaden krochen über die Berghänge. Man konnte meinen Thor persönlich habe dieses Wetter geschickt, um die Landschaft in ihre ursprüngliche, sagenhafte Stimmung zu hüllen. Mit etwas Fantasie konnte man in den Felsformationen und Nebelbänken tatsächlich die Umrisse von Trollen und Riesen erkennen, die über ihr altes Reich wachten. Die mystische Atmosphäre machte die Fahrt über das Valdresflye zu einem der eindrücklichsten Abschnitte unserer heutigen Reise.

Von da ging unsere Reise durch dan Valdres Naturpark, entlang von Seen, Skigebieten und Wäldern bis in den Grossraum von Oslo.

Hier in Sundvollen übernachten wir hoch oben auf der Krokkleiva. Hier auf dem Berg lichteten sich die Wolken und gaben den Blick auf die bewaldeten Hügel und die weite Landschaft frei. Von unserem Übernachtungsplatz aus genossen wir eine herrliche Aussicht und konnten den Tag inmitten der ruhigen norwegischen Natur ausklingen lassen.