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Über den Wolken und auf hoher See

Heute führte uns die Route nach Rocca al Mare. Dies ist ein Freilichtmuseum und es erinnert stark an den Ballenberg in der Schweiz, nur mit estnischen Bauernhäusern, Fischerhütten, Windmühlen und alten Dorfgebäuden direkt an der Ostseeküste. Die historischen Gebäude wurden aus ganz Estland hierher gebracht und zeigen, wie die Menschen früher auf dem Land gelebt haben. 

Anschliessend besuchten wir den Fernsehturm von Tallinn. Mit seinen 314 Metern ist er das höchste Bauwerk Estlands und wurde ursprünglich für die Olympischen Spiele 1980 gebaut.

Wir fuhren hinauf auf die Aussichtsplattform in rund 175 Metern Höhe und konnten Tallinn, die Ostsee und die umliegenden Wälder von oben bestaunen. Natürlich durfte auch ein Cappuccino in luftiger Höhe nicht fehlen, während weit unter uns die Stadt und die Küste lagen.


Besonders eindrücklich war der Kontrast zwischen moderner Aussichtsplattform und der Geschichte des Turms. Während der estnischen Unabhängigkeitsbewegung spielte der Fernsehturm eine wichtige Rolle, da estnische Freiwillige ihn 1991 gegen sowjetische Truppen verteidigten, um die Kommunikationsverbindungen des Landes aufrechtzuerhalten.

Dann war es für uns an der Zeit und wir mussten ans Terminal A am Hafen. Hier checkten wir bei Strömenden Regen für unsere Fahrt nach Helsinki ein.


Mit dieser Überfahrt verlassen wir Estland und führen unsere Reise in Finnland fort.

In Finnland mussten wir uns zuerst durch Helsinki quälen. Irgendwie ist zwischen Fährhafen und der nächsten Autobahn einfach eine ganze Stadt, welche nur Rotphasen kennt.

Selbstfahrende Kühlboxen in Helsinki
Selbstfahrende Kühlboxen in Helsinki

Irgendwann war die Tortur Helsinki vorbei und wir fuhren in Richtung Westen.

Bis nach Korrtia, wo wir heute direkt am Waldrand schlafen werden.