Unsere heutige Tour führte uns zuerst nach Haapsalu, wo das alte Eisenbahnmuseum steht, mit seinem historischen Bahnhof und den alten Lokomotiven. Der lange gedeckte Bahnsteig wirkt noch heute wie aus einer anderen Zeit und erinnert an die grosse Bedeutung der Eisenbahn für die Region.
Danach besuchten wir die alte Bischofsburg von Haapsalu. Die mächtige Festung aus dem 13. Jahrhundert mit ihren Türmen, Mauern und Innenhöfen gehört zu den bekanntesten mittelalterlichen Burgen Estlands.
Danach ging es für uns weiter nach Rummu.
Dies war für uns einer der surealsten Orte in Estland. Die ehemalige sowjetische Gefängnisanlage wurde 1938 eröffnet und blieb bis 2012 als geschlossenes Gefängnis in Betrieb. Zeitweise waren hier rund 1’500 bis 2’000 Häftlinge untergebracht, viele davon arbeiteten unter Zwang, im angrenzenden Kalksteinbruch, unter harten Bedingungen.
Wir konnten einen Teil des verlassenen Gefängnisses betreten. Zwischen leeren Zellen, langen Gängen und rostigen Türen spürt man noch heute die düstere Geschichte dieses Ortes.
Nach der Schliessung wurden die Pumpen des Steinbruchs abgeschaltet und das Grundwasser überflutete grosse Teile des Geländes. Heute stehen mitten im türkisblauen Wasser alte Mauern, Wachtürme und versunkene Gebäude.
Von Rummu fuhren wir weiter bis nach Pakri, wo wir unter dem höchsten Leuchtturm von Estland übernachten dürfen.
Die Pakri-Klippe gehört zum Baltischen Klint und ragt rund 25 Meter steil aus der Ostsee empor. Wind, Meer und Wetter haben die Kalksteinfelsen über tausende Jahre geformt und machen die Küste heute zu einem der eindrücklichsten Naturorte Estlands.
Was gibt es schöneres als Sonnenuntergang am Meer
















































































