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Kap Kolka

Guten Morgen vom Ostseestrand, wo wir auch heute zuerst etwas rumtollten bevor wir uns auf den Weg machten.

Wie schon die letzten Tage führte uns auch heute der Weg wiederin Richtung Norden auf der P111.

Dieser Weg führte uns über lange gerade Strassen durch endlose Skandinavische Wälder.

Das ganze hatte fast etwas meditatives, so dass wir beinahe die Einfahrt zur UŽAVAS ALUS verpassten.

Zwischen endlosen Wäldern, kleinen lettischen Dörfern und kurvigen Nebenstrassen steht eine kleine traditionsreiche Brauerei. Schon beim Eintreffen merkt man sofort: Hier geht es nicht um Massenproduktion, sondern um echtes Handwerk und lettische Bierkultur.

Die Brauerei wirkt fast etwas versteckt und genau das macht ihren Charme aus.  Die Biere werden noch nach traditionellen Rezepturen gebraut und die Auswahl hält sich auch in Grenzen.

Interessanterweise gibt es nebst den klassische 0.5l und 0.33l Flaschen auch 5 und 20l Flaschen. Also eigentlich Bier abgefüllt in solche Wasserflaschen, die Man bei Wasserspendern in Firmen manchmal sieht und natürlich ohne Erikett.

Aber anhand der Einkäufe der Letten, ist dies der Verkaufsschlager.

Wir haben uns auch mit einer kleinen Auswahl eingedeckt bevor wir weiter fuhren.

Nachdem der Biervorrat voll war und wir in einem Supermarkt unsere Vorräte gefüllt haben, ging es weiter auf der P124 in Richtung Norden bis zum Sliteres Nationalpark.

Weiter ging es ans wilde Kap Kolka, wo Ostsee und Rigaer Bucht aufeinandertreffen. Rund um das Kap mit seinen langen Holzwegen durch die Dünen und windschiefen Kiefernwäldern. Der starke Wind, das raue Meer und die endlosen Strände geben dem Ort eine fast nordische Stimmung. Vom Aussichtsturm hat man einen weiten Blick über die Küste und bei klarem Wetter sieht man, wie die Wellen aus zwei Richtungen aufeinandertreffen. Ein spezieller Ort, der weniger durch grosse Sehenswürdigkeiten lebt, sondern durch Natur, Ruhe und diese besondere Atmosphäre ganz am Rand Lettlands.

Nur 8km südlich vom Kap Kolka im Ort Melnsils, schlagen wir heute unser Lager für die Nacht auf. Diesmal auf der ruhigeren Ostseeseite direkt am Golf von Riga.