Heute hiess es nach einem spassigen Morgen am Strand, dann:
Żegnaj, morze („Leb wohl, Meer“)
und wir machten uns wieder ins Ladensinnere.
Achtung Elch?!?
In Polen gibt es scheinbar über 25'000 lebende Elche...
Inzwischen wandern sie scheinbar bis nach Deutschland und überschwimmen die Oder...
Man lernt immer mal wieder was Neues.

Wir fuhren ins Ermland, wo es am Elblag-Kanal ein technisch historisches Meisterwerk zu sehen gibt.
Bei der Buczyniec Slope, einem Bau von 1844, werden Schiffe, mittels Seil-Eisenbahn, hind und her verschoben.
Damit wird eine Höhe von 20 Meter überwunden, was mit Schleusen, zu damaliger Zeit kaum machbar gewesen wäre.
Das wirklich tolle: sie ist heute noch in Betrieb.
Unsere Weiterreise führt uns in die Masuren Seenlandschaft. Irgendwo bei Gierloz, in einem versteckten Wald fanden wir unseren Übernachtungsplatz.
Wer mit Gierloz nichts Anfangen kann, weiss aber hoffentlich etwas mit "Görlitz bei Rastenburg" etwas anzufangen.
Hier stand einst die Wolfsschanze, wo Nazi-Deutschland die Ostfront koordinierte.
Irgendwie komisch zu Wissen, dass man an einem Ort schläft, wo die grössten Verbrecher der Menschengeschichte, geschlafen haben.
Hier standen zu seiner Glanzzeit über 200 Häuser und rund 1000 Personen lebten in diesen Bunkeranlagen und der Führer selbst.
Man sieht auch den Bunker wo Stauffenberg, das gescheiterte Attentat auf Hitler verübte.
Es gab hier nebst Bunker und Führungsposten auch Theater, Kasinos usw.
Heute sind es nur noch Bunkermauern, da die Nazis alles beim Rückzug komplett gesprengt haben.
Der ganze Ort ist trotz allem etwas Skurill, 8 Meter dicke Stahlmauern, welche friedlich in dieser schönen Landschaft stehen und uns dennoch an die schlimmsten Gräueltaten erinnern.
Trotz der Geschichte ist es für uns ein schöner Übernachtungsort...
"Ich bin ein Wolf!"



























