Wenn man im Frühling mit dem Wohnmobil losfährt, rechnet man mit allem, aber nicht unbedingt mit Winter...
Der Tag begann eigentlich ganz harmlos.
Erster Halt: der lokale Bäcker in Zell am Harmersbach. Frische Brötchen, Kaffee, und die klassische Diskussion, ob man wirklich so viele Brötchen braucht. Die Antwort lautet übrigens immer: ja.
Danach ging es los Richtung Baden-Baden. Kein Halt, nur ein Wegpunkt. Von dort bogen wir auf die berühmte Schwarzwaldhochstrasse ab. Diese Panoramastrasse wurde schon in den 1930er-Jahren gebaut und gehört zu den schönsten Höhenstraßen Deutschlands.
Heute allerdings eher: die weisseste.
Je höher wir kamen, desto mehr Schnee lag auf den Tannen. Der Schwarzwald sah plötzlich eher aus wie ein frisch gepuderter Weihnachtsbaumwald. Unser Womo kämpfte sich tapfer durch die leicht angezuckerten Strassen, während draussen der Nebel immer dichter wurde.
Erster Stopp an der Schwarzenbachtalsperre.
Der Wasserstand war erstaunlich niedrig. Die breiten Uferlinien sahen fast aus wie geologische Schichtkuchen. Der Stausee wurde übrigens in den 1920er-Jahren gebaut und gehört zu den grossen Wasserreservoirs im Nordschwarzwald.
Weiter ging’s zum Mummelsee.
Oder zumindest dahin, wo er ungefähr sein müsste. Nebel. Viel Nebel. Sehr viel Nebel. Also beschlossen wir: weiterfahren.
Die Aussicht kam dann am Ellbachseeblick.
Von der Plattform führt ein schöner Weg durch verschneite Tannen. Also marschierten wir los. Zwei Menschen, zwei Hunde und ziemlich viel Winter für Mitte März. Lanuk fand das natürlich grossartig.
Nach der Wanderung ging es weiter nach Freudenstadt.
Dort stehen wir heute am Panorama-Bad. Stellplatz mit Wellnessanschluss, besser geht es eigentlich nicht.
Erst schwimmen.
Dann Sauna.
Dann zurück ins warme Womo.
Der Schwarzwald kann also beides: schwarz und weiss.
Heute eindeutig: Weisswald.


























